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Postkarte von Josef Scharl 1939 Seite 1 Sammlung Bronner Postkarte von Josef Scharl an seine Frau nach der Ankunft in New York

Scharl der Auswanderer

Kurzführung
Scharl der Auswanderer

Dienstag, 1.5.2018, 17–17.30 Uhr

Diese Kurzführung beleuchtet zum einen die Gründe Josef Scharls den Schritt in die Auswanderung zu wagen, erläutert aber vor allem an späten Arbeiten wie sich kein künstlerisches Werk in den 1940er und 1950er Jahen verändert hat.

Das Leben in Deutschland nach dem Ausstellungsverbot 1935, ohne die Möglichkeit frei arbeiten zu können und vor allem in finanzieller Not, bot Josef Scharl keine Perspektive. Ihn zog es nach New York. In seinen Bildern zeigt sich ein klarer Bruch nach der Emigration: die Motive verlieren die politische Schärfe, er widmet sich zunehmend Landschaften und Porträts. Auch sein Malstil verändert sich offensichtlich zu einer stärkeren Ornamentalik und Farbigkeit. Zunächst hoffte Scharl, an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen zu können, doch spätestens nach dem Tod seines Galeristen Karl Nierendorf und mit dem Aufstieg des Abstraktionismus verlor die Kunstwelt das Interesse an seinen Arbeiten.

Die Teilnahme an der Kurzführung ist kostenlos. Es muss lediglich der Eintritt zur Ausstellung von €8/6 gezahlt werden.

Ohne Anmeldung und VVK.