Museen BöttcherstraßeMuseen Böttcherstraße

Einblick in das Ludwig Roselius Museum, Museen Böttcherstraße, Foto: Jiang Feipeng Einblick in das Ludwig Roselius Museum, Museen Böttcherstraße, Foto: Jiang Feipeng

Digitaler "Tag des offenen Denkmals"

Der »Tag des offenen Denkmals« findet traditionell im September statt. Dieses Jahr - wie so vieles - wird er vor allem im digitalen Raum zelebriert. Wir möchten den Aktionstag am 13. September 2020 nutzen, um die Geschichte unserer Museen in den Mittelpunkt zu stellen. Schon in den 1950ern waren die Museen Böttcherstraße ein absolutes Highlight in Bremen, wenn nicht sogar deutschlandweit. Ein Unikat, das es eben nur einmal gibt. Davon erzählt dieser Videomitschnitt, den die Museen Böttcherstraße freundlicherweise durch das Archiv der Böttcherstraße GmbH zur Verfügung gestellt bekommen hat. Dieses Video ist eines von zwei - das zweite Video wird auf der Website der Denkmalpflege Bremen veröffentlicht. Nähere Informationen zum Hintergrund der Videos finden Sie folgend.

Wir wünschen viel Spaß bei der kleinen Zeitreise! Und wer sich danach das Heute im Museum anschauen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


 

Zu den Videos:

Die beiden Clips stammen aus dem etwa 40-minütigen Werbefilm ‚Große Welt des Kaffees‘, der von der Kaffee HAG beim Atelier H. Koch KG, Bremen in Auftrag gegeben und etwa 1960 abgedreht wurde.

In fein gezeichneten Kontrasten und der zeittypisch satten Farbgebung lässt der Autor Horst Günter Koch einen leitenden Angestellten der Kaffee HAG einen aus Kolumbien angereisten Kaffeekaufmann durch seine Heimatstadt führen. Bei ihrem Gang durch die Böttcherstraße wird ein unkritisches Portrait ihres Erbauers Ludwig Roselius gezeichnet. Die Bilder zeigen aber auch einige stadtbekannte Institutionen, die heute nicht mehr existieren, die aber die Böttcherstraße der Nachkriegszeit als ‚Bremens heimliche Hauptstraße‘ ausmachten und an die sich viele ältere Bremer und Bremerinnen gerne erinnern: Die Kammerspiele im Haus Atlantis, das Restaurant ‚Robinson‘, die Kunsthandwerker mit der Töpferei Liebenthron, den Glas- und Porzellanladen und die Konzertdirektion Praeger & Meier. Der Gang durch die beiden Museen der Böttcherstraße konzentriert sich auf die klassischen Ausstellungen der Gemälde Paula Modersohn-Beckers und die Sammlung Roselius mit der Kunst desMittelalters bis zum Barock. Die Ausstellung zeitgenössischer Kunst wird ausgeblendet obwohl der Auftraggeber und Chef der Kaffee HAG Ludwig Roselius jun. ein großer Förderer aktueller Kunst war, z.B. mit dem 1955 von ihm begründeten Kunstpreis der Böttcherstraße. Der Autor des Films, Horst Günter Koch, gründete nach dem Zweiten Weltkrieg in Bremen ein sehr erfolgreiches Atelier für Werbefilme, das auch internationale Auszeichnungen erhielt und in den 1950er Jahren dem deutschen Werbefilm seinen Stempel aufdrückte.

© Archiv Böttcherstraße Bremen, bereitgestellt durch Landesfilmarchiv Bremen (ZfM), 2020

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