Führung & Kunstgespräch
Für Frauen
Freitag, 9.8.2019, 16–18 Uhr
Ein Rundgang durch die Sonderausstellung »BILDHAUERINNEN« im Paula Modersohn-Becker Museum mit anschließendem Kunstgespräch für Frauen.
Mit dieser Ausstellung, wird erstmals das bildhauerische Schaffen von Künstlerinnen in einem größeren Zusammenhang betrachtet und analysiert. Die Bildhauerei als vermeintlich „unweiblichste aller Künste“ stellte Frauen in dieser Gattung vor große Herausforderungen. Nur wenige konnten sich auf dem Kunstmarkt behaupten und sich einen Platz in Museen erobern. So verschwanden viele von ihnen bis heute aus dem Bewusstsein der Kunstgeschichte...
Pionierinnen wie Käthe Kollwitz und Clara Rilke-Westhoff setzten sich über Vorurteile und Tabus hinweg. Sie machten den Weg frei für erfolgreiche Bildhauerinnen der 1920er Jahre, wie Renée Sintenis, Marg Moll, Emy Roeder oder Milly Steger.
Auch spätere Jahrgänge wie Gerlinde Beck, Ursula Sax oder Brigitte Matschinsky-Denninghoff waren in der Kunstszene präsent. Ende der 1960er Jahre standen u.a. Rebecca Horn, Isa Genzken exemplarisch für eine innovative Bildhauerei. Durch den fundamentalen Wandel der dreidimensionalen Form prägten und erweiterten sie den künstlerischen Diskurs. Das gemeinsame Projekt des Gerhard-Marcks-Hauses und der Museen Böttcherstraße konzentriert sich neben der Werkpräsentation auch auf spannende Entwicklungen und Umbrüche in der Bildhauerei von Frauen.
Im Anschluss an die einstündige Führung findet ein angeleitetes Kunstgespräch statt, bei dem Sie herzlich eingeladen sind, Ihre Eindrücke und Meinungen mit den anderen Teilnehmerinnen auszutauschen und zu diskutieren.
Mit der Kunstvermittlerin Britta Petersen und Monika Brunnmüller (belladonna. Kultur, Bildung und Wirtschaft für Frauen e.V.)
15 € / erm. 10 € (inkl. Eintritt)
ACHTUNG: Begrenzte Teilnehmerzahl → Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung verbindlich bei belladonna per Telefon, E-Mail oder über die Website an!
Britta Petersen lebt in Bremen, ist Kunstwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin. Sie denkt in verschiedenen Feldern feministischer Theorie und arbeitet in Bremer Kultur- und Bildungsinstitutionen.
Monika Brunnmüller lebt in Bremen. Sie ist langjährige Mitarbeiterin bei belladonna und leitet seit 2005 die Kunstgespräche