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Gespräch

Selfies heute - Selbstporträts gestern
Gespräch

Donnerstag, 7.11.2019, 18.30–20 Uhr

Das Selfie ist eine neue, kommunikative und auf der digitalen Fotografie und dem Smartphone basierende Form der Selbstdarstellung. Durch die Verbindung zum Internet, zu sozialen Netzwerken und Foto-Sharing-Diensten (Instagram), erfüllt das Selfie eine grundlegend andere Funktion als das klassische Selbstporträt der Malerei. Dieses ist eine auf Dauer angelegte Form der Selbstrepräsentation und hat in einer über 500 Jahre andauernden Tradition einen Kanon an Funktionen und Normen etabliert, der nicht bedingungslos auf das Selfie zu übertragen ist. Das Selfie definiert sich als spontane, situative und alltägliche fotografische Gebrauchsform, die von jedem ausgeführt werden kann, der ein entsprechend ausgestattetes Smartphone besitzt. Das Selbstporträt dagegen ist eine historisch gewachsene Bildform, die ein gewisses Maß an künstlerischer Befähigung erfordert und ein auf Dauer und Wahrhaftigkeit angelegtes Bild eines Künstlers repräsentieren soll.

Darüber sprechen Florian Flömer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, und Museumsdirektor Dr. Frank Schmidt.

€ 12

 


 

Florian Flömer (*1986), M. A. Nach dem Studium der Kunstwissenschaft/Freie Kunst an der HBK Braunschweig ist er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik der Universität Bremen tätig. In seinem Promotionsprojekt analysiert er die Fotocollagen des britischen Künstlers John Stezaker in foto- und bildtheoretischen Kontexten. Forschungsschwerpunkte: Bildtheorie, Fototheorie, Intermedia, Montage/Collage. Aktuelles Forschungsprojekt zum Stellenwert des Gesichts in zeitgenössischer Film- und Medienkunst.