Museen BöttcherstraßeMuseen Böttcherstraße

web 1974 Avenue B Foto ML 6 Maria Lassnig, Atelier Avenue B, New York, 1974, Foto: Maria Lassnig, Archiv Maria Lassnig © Maria Lassnig Stiftung/VG Bild-Kunst Bonn, 2020

Angebote für Schulklassen zur aktuellen Sonderausstellung

Nutzen Sie mit Ihrer Schulklasse die Gelegenheit die außergewöhnliche Ausstellung
»Körper.Gefühl - Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan«
kennenzulernen. Buchen Sie eine auf Ihre Vorstellungen abgestimmte Führung oder eine Führung mit Praxisanteil in unserem Atelier.

Das gesamte Angebot an Führungen können Sie hier herunterladen.


ANGEBOTE FÜR SCHULKLASSEN
(FÜHRUNG OHNE PRAXISANTEIL, 45 oder 60 MINUTEN)

Für Schulklassen aller Altersstufen bieten die Museen Böttcherstraße ein Vermittlungsprogramm an. Je nach Wunsch können auch Führungen mit Schwerpunktsetzungen organisiert werden, die sich als Einstieg in eine Thematik des Unterrichts genauso eignen wie als Anregung für Arbeiten im Kunstunterricht. Mittels altersgerechter Fragestellungen wird Kindern und Jugendlichen der Zugang zu den Werken erleichtert. Eine reguläre Führung dauert 45 Minuten, es können aber auch 60 Minuten vereinbart werden.

Themenschwerpunkt: Selfies ‒ mal vollkommen anders

Auf den ersten Blick schwer ersichtlich, aber nach intensiverer Betrachtung eindeutig: Die größte Zahl der Werke von Maria Lassnig sind Selbstbildnisse, also den heutigen so weit verbreiteten Selfies vergleichbar. Doch Maria Lassnig zeigt sich in ihren Selbstdarstellungen selten vorteilhaft. Die Kunstwerke scheinen durch rätselhafte Verwandlungen und Verzerrungen sowie starke Farbkontraste für den Betrachtenden schwer zugänglich. Was steckt hinter ihrem Konzept der „Körpergefühlsfarben“? Wie nimmt sie sich auch immer wieder selbst auf die Schippe? Gemeinsam enträtseln wir die Darstellungen der Künstlerin, entdecken auf diese Weise ihre eigenständige Bildsprache und werden auch Vergleiche zu den Darstellungen von Paula Modersohn-Becker aufzeigen.

Geeignet für SEK I + II

Themenschwerpunkt: Abstrakt und/oder figürlich?

Maria Lassnig changiert in ihrer Kunst zwischen figürlichen und abstrakten Darstellungen. Gerade auch aus dieser Verbindung zieht ihre Kunst ihre ungewöhnliche Anziehungskraft. Sie selbst war oft zerrissen, arbeitete an mehreren Leinwänden gleichzeitig und beantwortete die Frage nach der angemesseneren Darstellungsweise immer wieder unterschiedlich. Wir gehen mit den Schülerinnen und Schülern auf Spurensuche nach dieser Ambivalenz in den Werken der Ausstellung und gehen den Vor- und den Nachteilen der jeweiligen Darstellungsform auf den Grund.

Geeignet für SEK I + II

Themenschwerpunkt: Maria Lassnig – eine facettenreiche Persönlichkeit

Die Österreicherin Maria Lassnig studierte in der Kriegszeit in Wien an der Akademie der bildenden Künste. Sie beschäftigte sich später mit Expressionismus und Surrealismus, ging Anfang der 1950er Jahre nach Paris und wurde dort mit der Kunstrichtung des Informel konfrontiert. Sie lebte einige Jahre in der französischen Hauptstadt und zog 1968 nach New York, wo sie den Animationsfilm für sich entdeckte. 1980 wurde sie schließlich Professorin in Wien an der Hochschule für angewandte Kunst. Erst sehr spät gelang ihr der internationale Durchbruch. Seit den 1980er Jahren erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und hat mit ihren „body-awareness-paintings“ Kunstgeschichte geschrieben. Als hochsensible Künstlerin hat sie in ihren Arbeiten schonungslos ihre Ambitionen, Ängste, Sehnsüchte und tiefsten wie banalsten Gefühle zum Ausdruck gebracht. Oft stand sie später ihrem Ruhm selbst im Weg wie der Sammler Helmut Klewan über die Künstlerin sagt. Was steckt hinter dieser bewegten Lebensgeschichte und was waren gerade für Maria Lassnig als Frau ihre größten Erfolge in einer männerdominierten Kunstwelt?

Geeignet für Sek II


ANGEBOTE FÜR SCHULKLASSEN
(FÜHRUNG MIT PRAXISANTEIL, 90 MINUTEN)

Im Anschluss an die 45-minütigen Führungen durch die Ausstellung bieten die Museen Böttcherstraße im eigenen museumspädagogischen Raum die Möglichkeit zur praktischen Arbeit; das Material stellt das Museum kostenfrei zur Verfügung. Die Führung im Museum kann allgemein oder thematisch sein und legt einen Schwerpunkt auf das gewählte Praxisthema.

Thema: Metamorphosen

In den Darstellungen von Maria Lassnig verbindet sich der Körper der Künstlerin auch immer wieder mit Alltagsgegenständen wie zum Beispiel einem Stuhl oder einem Sessel. Was drücken diese ungewöhnlichen Verbindungen über die Beziehung zur Außenwelt aus? Ist die Künstlerin eine Couchpotato? Auf der anderen Seite verspürt Maria Lassnig zu Tieren eine besondere Verbindung. So kann ein Tiger in ihren Werken für Sanftheit aber auch Wildheit stehen. Welchen Gegenständen und Tieren fühlen sich die Schüler und Schülerinnen verbunden? Nach einer Führung durch die Ausstellung, die den teils rätselhaften Verbindungen von Maria Lassnig nachgeht, werden wir im Atelier Flipbooks mit eigenen Verwandlungen erstellen. So kann sich in Form eines kleinen Daumenkinos aus einer abstrakten Form, ein Gesicht oder auch ein Tier entwickeln.

Geeignet für alle Schulstufen

Thema: »Absolutes Farbsehn«

Der Umgang mit Farben ist in den Werken von Maria Lassnig sehr charakteristisch und setzt mit starken Kontrasten deutliche Akzente. Sie selbst schrieb 1985 folgendes über ihren Einsatz von Farben: „Ich habe mir mein Farbsehn selbst erarbeiten müssen: Durch Kontemplation den ersten Farbfleck zu entschlüsseln, mit diesem Schlüssel alle Nebenfarben durch Kalt-Warmgegensätze zu bestimmen. Ich habe das »senkrechtes Farbsehn« oder »absolutes Farbsehn« genannt; indem ich so lange auf einen Farbpunkt starrte, bis die »Lokalfarbe« verschwand u. die ganze erschreckende Relativität der Farbe einen Weg zur Auswahl freigab.“ Exemplarisch analysieren wir einzelne Kompositionen der Künstlerin mit einem besonderen Augenmerk auf die Farbwirkungen, so dass unter anderem Komplementär-, Simultan- und Kalt-/Warmkontraste anschaulich werden. Im Atelier entstehen dann nach einer Vorlage eines Selbstporträts von Maria Lassnig neue Farbkompositionen.

Geeignet für Sek I + II

Thema: Selfies ‒ mal vollkommen anders (mit Praxis)

Wie die Führung zum Themenschwerpunkt „Selfies – mal vollkommen anders“ (s.o.), legt dieses Angebot den Fokus auf die ungewöhnlichen, teils rätselhaften Selbstbildnisse von Maria Lassnig im Vergleich zur Vorstellung des heutigen Selfies. Die Schülerinnen und Schülern erfahren darüber hinaus mehr über das Konzept der „Körpergefühlsfarben“ und entwerfen durch die verstärkte Konzentration auf einzelne Körperteile, die als Teil für das Ganze stehen sollen, ganz neue Selbstbilder im Atelier. Dabei können diese neuen Vorstellungen des eigenen Ichs inspiriert durch Maria Lassnig mithilfe eines Tiefdruckverfahrens gedruckt und/oder gezeichnet werden.

Geeignet für SEK II

 


PREISE

45-minütige Führung: 50,- €
60-minütige Führung: 57,- €
90-minütige Aktion (45-minütige Führung / 45-minütiges praktisches Arbeiten): 65,- € (inkl. Materialkosten)

Führungen außerhalb unserer Öffnungszeiten sind für Schulklassen nach vorheriger Terminvereinbarung möglich: Dienstag bis Freitag ab 10 Uhr.

Der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren ist dank der Förderung der Sparkasse Bremen frei. Ebenfalls genießen erwachsene Begleitpersonen im Rahmen von Schulklassenführungen freien Eintritt.

 

Für weitere Fragen und Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Tel.: 0421 33882-42
E-Mail: a.beel@museen-boettcherstrasse.de