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Per Kirkeby: Brett-Felsen, 2000, Öl auf Leinwand, Louisiana Museum of Modern Art, Schenkung Jytte und Dennis Dresing Per Kirkeby: Brett-Felsen, 2000, Öl auf Leinwand, Louisiana Museum of Modern Art, Schenkung Jytte und Dennis Dresing

Per Kirkeby. Werke aus dem Louisiana Museum of Modern Art

Per Kirkeby. Werke aus dem Louisiana Museum of Modern Art

7.2. ‐ 5.6.2016

english text below

Per Kirkeby (*1938) ist einer der vielfältigsten dänischen Gegenwartskünstler. Seine großformatigen Gemälde beeindrucken vor allem durch ihre expressive Wirkung. Als promovierter Geologe lässt er Strukturen und Formen aus der Natur in sein Werk einfließen. Doch es wäre fatal den Kopenhagener ausschließlich auf die Malerei zu reduzieren. Zeichnungen und Bronzemodelle vervollständigen die Auswahl an Arbeiten, die ab dem 7. Februar 2016 in den Museen Böttcherstraße präsentiert werden.

Fast jeder Bremer kennt den Verkehrsturm (1988) an der Domsheide in der Innenstadt. Zuletzt war er Teil einer hitzigen Debatte um die Neugestaltung des Knotenpunktes. Nur die Wenigsten wissen, dass es sich hierbei um ein Kunstwerk des dänischen Künstlers Per Kirkeby handelt, das im Rahmen des Projekts »Kunst im öffentlichen Raum« installiert wurde. Der Verkehrsturm ist ein sichtbares Beispiel für Kirkebys monumentale Backsteinbauten, für die der Künstler vorab stets Bronzemodelle anfertigte. Zwischen diesen und den fertigen Ziegelbauten herrscht eine erstaunliche Diskrepanz – auf den ersten Blick erscheinen die Skulpturen ungeeignet als Modelle für die beachtlich großen Bauten.

Bemerkenswert sind die Stilwechsel, die Kirkeby während seines Schaffens durchlaufen hat. Bis in die 1970er Jahre sind seine Gemälde noch von den plakativen Ausdrucksmitteln der Pop Art bestimmt. In der Folge entstehen gestisch-expressive Kompositionen, die vor allem die Natur zum primären Thema machen. Das Gegenständliche verwandelt sich mehr und mehr ins Abstrakte.

Über die Zeit hinweg verändert sich auch die Farbenwelt in Kirkebys Bildern. Die frühen abstrakten Gemälde wirken noch kühl und düster. Durch die intensive Beschäftigung mit den Farben und dem Licht des Nordens erweitert sich die Palette und hellt sich auf. Über die Jahrzehnte hinweg bleibt Per Kirkeby allerdings einem Prinzip treu: der Schichtung von Farbebenen. Allen Bildern gemein sind außerdem ihr expressiver Gestus und ihre Sinnlichkeit. Trotzdem sind die Arbeiten nicht von Impulsivität oder Emotionalität geleitet, sondern unterliegen einem kontrollierten und reflektierten Arbeitsprozess – alles scheint verbunden.

Die ausgewählten Werke Per Kirkebys fügen sich harmonisch in die Räume des Paula Modersohn-Becker Museums in der Bremer Böttcherstraße ein. Denn genau wie sein Werk, sind auch die Arbeiten von Paula Modersohn-Becker von einer engen Verbindung zur Natur geprägt. Und wie Per Kirkeby war auch der Architekt der Böttcherstraße und Bildhauer Bernhard Hoetger vom Ziegelstein als Material und als Symbol nordischer Baukunst überzeugt.

Die Ausstellung ist eine institutionelle Kooperation mit dem Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Dänemark, in dem bis Frühjahr 2015 eine Retrospektive zu Paula Modersohn-Becker stattfand.

Kaufen Sie Ihre Eintrittskarte zur Ausstellung online und drucken Sie diese ganz bequem zu Hause aus. Hier klicken und beim Nordwest-Ticket buchen.
Das ausgedruckte Ticket bringen Sie bitte mit und zeigen dieses an der Kasse des Paula Modersohn-Becker Museums vor.

 


Per Kirkeby (b.1938) is one of Denmark’s most versatile contemporary artists. The striking impression made by his large-format paintings derives primarily from their expressive effect. With his PhD in geology, he permits natural structures and forms to flow into his work. However, it would be a great mistake to reduce this artist from Copenhagen solely to his paintings. Drawings and bronze models round off the selection of works to be presented at the Museen Böttcherstraße beginning on 7 February 2016.

Almost everyone in Bremen is familiar with the »Verkehrsturm« (Traffic tower; 1988) next to the city centre’s Domsheide square. It was recently involved in a heated debate about the redesign of this transport junction. Very few people know that the tower is an artwork by the Danish artist Per Kirkeby and was installed in the context of the project “Kunst im öffentlichen Raum” (Art in the public space). The »Traffic Tower« is a visible example of Kirkeby’s monumental brick structures, which are always preceded by models that the artist creates in bronze. These works and the finished brick structures are astonishingly dissimilar – at first glance the sculptures seem unsuited to serve as models for the sizeable structures.

Kirkeby has progressed through remarkable stylistic shifts during his career. Until the 1970s his paintings were still defined by the striking expressive means of Pop Art. These works were followed by gesturally expressive compositions that took nature as their primary subject matter. The figurative increasingly transformed into the abstract.

The realm of the colours in Kirkeby’s paintings has also changed over time. The early abstract paintings still seem cool and dark. His intense occupation with the colours and the light of the North then expanded and brightened his palette. Over the decades, however, Per Kirkeby has remained faithful to one principle: his building up of layers of paint. All of his paintings also share their expressive gesture and sensuality. Nonetheless the works are not guided by impulsiveness or emotionality, instead, they are subject to a controlled and reflective working process – everything appears connected.

The selected works by Per Kirkeby harmoniously integrate themselves into the galleries of the Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen’s Böttcherstraße. Like his oeuvre, the works of Paula Modersohn-Becker are also defined by an intimate bond to nature. And like Kirkeby, the architect of the Böttcherstraße and sculptor Bernhard Hoetger was also convinced of the value of brick as a material and as a symbol of Nordic architecture.

The exhibition is an institutional cooperation with the Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk, Denmark, where a Paula Modersohn-Becker retrospective could be seen until the spring of 2015.


Print your ticket comfortably from home. Click here.

 

Per Kirkeby. Werke aus dem / Works from the Louisisana Museum of Modern Art

Softcover

Herausgegeben von Verena Borgmann, mit Texten von Verena Borgmann und Poul Erik Tøjner.

88 Seiten, inklusive 73 farbigen Abbildungen.

ISBN 978-3-943818-00-0

 

 

Per Kirkeby. Works from the Louisiana Museum of Modern Art

Softcover

Edited by Verena Borgmann, with texts from Verena Borgmann and Poul Erik Tøjner.

88 pages with 73 coloured illustrations.

ISBN 978-3-943818-00-0

 

Öffentliche Führung

Sonntag, 29.5.2016, 11.30–12.30 Uhr

Entdecken Sie die aktuelle Sonderausstellung im Paula Modersohn-Becker Museum über einen der einflussreichsten und vielseitigsten dänischen Gegenwartskünstler: Per Kirkeby. Es erwarten Sie großformatige Gemälde, Bronzemodelle seiner monumentalen Backsteinskulpturen und Zeichnungen, welche die enge Verbindung des promovierten Geologen und Künstlers zur Natur offenbaren.
€ 2 zzgl. Eintritt

mit Christine Holzner-Rabe

Kunstfrühstück

Freitag, 3.6.2016, 11.30–13 Uhr

Per Kirkeby: Von Pop Art zur Abstraktion
Kunstfrühstück zur Sonderausstellung Per Kirkeby. Werke aus dem Louisiana Museum of Modern Art 
Ausstellungsführung mit anschließender Vertiefung des Themas in entspannter Atmosphäre.

mit Donata Holz
12 € pro Person inkl. Kaffee und Gebäck, Anmeldung mindestens zwei Tage vor der Veranstaltung erforderlich

Motto "bewegt"

Samstag, 4.6.2016, 18–1 Uhr

ab 18 Uhr
Quiz für Kinder
Kinder können mithilfe eines Fragebogens den ganzen Abend über selbständig auf Entdeckungsreise im Ludwig Roselius Museum gehen.

18.15 Uhr
Kunststücke von Paula
SchülerInnen der Paula-Modersohn-Schule aus Bremerhaven zeigen ihre von Paula Modersohn-Becker inspirierten Kunstwerke.

18.45
»4 x Paris. Paula Modersohn-Becker«
Dokumentarfilm zur Retrospektive von Paula Modersohn-Becker in Paris. Bis zum 21. August zeigt das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris als erstes Museum in Frankreich eine monografische Werkschau der Bremer Künstlerin. Das Paula Modersohn-Becker Museum beteiligt sich mit einigen Leihgaben an dieser Ausstellung.
in Zusammenarbeit mit arte logo cmyk sehrklein , © zero one film / radiobremen, 2016, Länge: 26'30''

19.15 Uhr
Bewegte Oberflächen: Per Kirkebys Bronzemodelle
Kurzführung mit Verena Borgmann

19.40 Uhr
Jazz
OberstufenschülerInnen der Jazz-AG des Kippenberg-Gymnasiums spielen eigene Arrangements.

20 Uhr
Architektur oder Skulptur?
Per Kirkebys Verkehrsturm (1988) auf der Domsheide und Bernhard Hoetgers Bauten in der Böttcherstraße scheinen Skulptur und Architektur zugleich zu sein. Doch wo liegen die Grenzen? Christine Holzner-Rabe nimmt Sie mit auf einen Rundgang.

20.15 Uhr
Bewegte Worte – bewegende Worte.
Kurzführung mit Direktor Dr. Frank Schmidt zu Mother and Child von Jenny Holzer

20.45 Uhr
Unbewegt – Stillleben von Paula Modersohn-Becker
Kurzführung mit Direktor Dr. Frank Schmidt

21 Uhr
Architektur oder Skulptur?
Per Kirkebys Verkehrsturm (1988) auf der Domsheide und Bernhard Hoetgers Bauten in der Böttcherstraße scheinen Skulptur und Architektur zugleich zu sein. Doch wo liegen die Grenzen? Christine Holzner-Rabe nimmt Sie mit auf einen Rundgang.

21.15 Uhr
Per Kirkeby – der Natur auf der Spur
Kurzführung mit Verena Borgmann

21.40 Uhr
Switch – das Projekt im Verkehrsturm
Kuratorin Verena Borgmann und Till Botterweck von URBANSCREEN im Gespräch über die Lichtinstallation switch in Per Kirkebys Verkehrsturm (1988) auf der Domsheide.

22 Uhr
»4 x Paris. Paula Modersohn-Becker«
Dokumentarfilm zur Retrospektive von Paula Modersohn-Becker in Paris. Bis zum 21. August zeigt das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris als erstes Museum in Frankreich eine monografische Werkschau der Bremer Künstlerin. Das Paula Modersohn-Becker Museum beteiligt sich mit einigen Leihgaben an dieser Ausstellung.
in Zusammenarbeit mit arte logo cmyk sehrklein , © zero one film / radiobremen, 2016, Länge: 26'30''

22 Uhr
Architektur oder Skulptur?
Per Kirkebys Verkehrsturm (1988) auf der Domsheide und Bernhard Hoetgers Bauten in der Böttcherstraße scheinen Skulptur und Architektur zugleich zu sein. Doch wo liegen die Grenzen? Christine Holzner-Rabe nimmt Sie mit auf einen Rundgang.

23 Uhr
Bewegt unterwegs (mit Shakespeare) IV
Die bremer shakespeare company erzählt Shakespeares spätes Werk als biographische Expedition durch Raum und Zeit. Vier Forschungsreisende auf den Spuren des abenteuerlichen Lebens von Pericles, Fürst von Tyrus und seiner Tochter Marina.
Vom König von Antiochia verfolgt, reist Perikles durch unterschiedliche Stationen seines Lebens. Phantastische Begebenheiten, Schicksalsschläge und Prüfungen bestimmen Pericles´ rastlosen Lebensweg: Inzest, Verrat, Mordkomplotte und Flucht, Sturm, Schiffbruch und wundersame Rettung, Liebe, Verlust, Geburt und Tod. Das an Schauplätzen und Abenteuern reiche Stück stellt die existentielle Frage: Was ist die conditio humana?

23.45 Uhr
Autobilder – Per Kirkeby goes Pop
Kurzführung mit Direktor Dr. Frank Schmidt

Öffentliche Führung

Sonntag, 5.6.2016, 11.30–12.30 Uhr

Entdecken Sie die aktuelle Sonderausstellung im Paula Modersohn-Becker Museum über einen der einflussreichsten und vielseitigsten dänischen Gegenwartskünstler: Per Kirkeby. Es erwarten Sie großformatige Gemälde, Bronzemodelle seiner monumentalen Backsteinskulpturen und Zeichnungen, welche die enge Verbindung des promovierten Geologen und Künstlers zur Natur offenbaren.
€ 2 zzgl. Eintritt

mit Meike Su

Lesung poetry on the road

Die Museen Böttcherstraße kooperieren mit dem Internationalen Literaturfestival poetry on the road mit einer Lesung des dänischen Nachwuchsautors Martin Glaz Serup. Er liest eigene Gedichte und Texte von Per Kirkeby, dem dänischen Gegenwartskünstler, dessen Ausstellung noch bis 5. Juni ausgestellt ist.

Mehr Infos hier

Lichtinstallation im Verkehrsturm

Seit Donnerstag, dem 28. Januar 2016, erleuchten 30 Glühbirnen die Backsteinskulptur Verkehrsturm von Per Kirkeby auf der Bremer Domsheide. Diese Lichtinstallation trägt den Titel switch und ist ein Projekt des Künstlerkollektivs URBANSCREEN gemeinsam mit den Museen Böttcherstraße und der BSAG. Der Turm am Verkehrsknotenpunkt in der Bremer Innenstadt wurde 1988 erbaut und war bis 2009 ein Arbeitsplatz der Bremer Straßenbahn AG. Durch diese Doppelfunktion geriet das der Aspekt Kunst bei dieser Arbeit von Per Kirkeby aus dem Blickfeld. Über die Lichtinstallation switch soll die Wahrnehmung des Verkehrsturms in der Öffentlichkeit verändert werden.

Mehr dazu im Video auf YouTube.

Urbanscreen schwarz


Online-Ticket zur Sonderausstellung

Buchen Sie Ihr Ticket zur Sonderausstellung "Per Kirkeby. Werke aus dem Louisiana Museum of Modern Art" (ab 7.2.) ganz bequem von zu Hause. Drucken Sie die Eintrittskarten aus und bringen Sie diese mit zur Kasse des Paula Modersohn-Becker Museums. Einfach hier klicken.

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