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Körper.Gefühl - Maria Lassnig

Körper.Gefühl - Maria Lassnig
aus der Sammlung Klewan

22.2. ‐ 7.6.2020

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) sind die Museen Böttcherstraße bis zum 19. April2020 geschlossen. Wir informieren Sie zu gegebener Zeit über weitere Entwicklungen.

Due to current developments and in order to contain the spread of the coronavirus (COVID-19), the Museen Böttcherstraße are closed until 19th April 2020. We will inform you about further developments in due course.

 

»Ein Körpergefühl ist optisch schwer zu definieren: Wo fängt es an, wo hört es auf, welche Form hat es, rund, eckig, spitzig, gezackt?«

- Maria Lassnig

Maria Lassnig hat die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Österreich maßgeblich geprägt  ̶ und doch gelang ihr der Durchbruch erst relativ spät. Grund dafür mag sein, dass die Bilder von Maria Lassnig auf den ersten Blick eher schwer zugänglich erscheinen. Nicht umsonst sagte sie selbst einmal, ihre Bilder sollten »lieber penetrant, als elegant« sein: massive Körper, riesige Körperöffnungen oder einzelne Körperteile. Erst bei näherer Beschäftigung eröffnen sich der Witz und die große Sensibilität in ihren Kunstwerken. »Körpergefühlsfarben« und »body awareness painting« sind Begriffe, die sie selbst zur Beschreibung ihrer Kunstwerke nutzte. Der rote Faden durch mehr als 50 Schaffensjahre ist die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit seinen Gefühlen und seinem Bewusstsein.

Einer der ersten, der Maria Lassnigs Kunst gesammelt hat, war der Münchner Helmut Klewan. Er lernte die Künstlerin 1976 kennen und präsentierte schließlich 1981 die erste von vielen Einzelausstellungen in seiner damaligen Münchner Galerie  ̶ zu einer Zeit, in der Maria Lassnig zwar in der Kunstszene bekannt, jedoch für den Kunstmarkt uninteressant war. Dies war der Beginn einer sowohl professionellen aber auch privaten Beziehung, die bis zu ihrem Lebensende 2014 andauerte und in einer umfassenden Sammlung von Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden resultierte. 70 dieser Kunstwerke werden nun in der ersten monographischen Ausstellung Maria Lassnigs in Bremen ausgestellt. Neben den Bildern aus allen Schaffensphasen der Malerin werden dort auch kurze Filme gezeigt, in denen der Sammler Helmut Klewan selbst über Maria Lassnig, seine Sicht auf ihre Kunst und die Kunstwerke spricht. Darüber öffnet sich ein wertvoller Zugang zur außergewöhnlichen Kunst von Maria Lassnig, in ihre Körper- und Gefühlswelt.

Wir möchten darauf hinweisen, dass das Fotografieren in der Sonderausstellung aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt ist.

 

Video-Ausschnitt aus Interview mit Helmut Klewan anlässlich der Ausstellung
»Körper.Gefühl - Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan«


Eine Produktion von Mila Zhluktenko und Charlotte Funke und den Museen Böttcherstraße in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen München, 2020.

 

Kunstfrühstück

Freitag, 3.4.2020, 11.30–13 Uhr

AUFGRUND DER AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN UND ZUR PRÄVENTION DER AUSBREITUNG DES CORONA-VIRUS (COVID-19) FÄLLT DIESE VERANSTALTUNGEN AUS!

Die Ausstellung Körper.Gefühl – Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde der bedeutenden österreichischen Künstlerin. Der eigene Körper, seine Grenzen und Gefühle stehen im Zentrum ihres malerischen und zeichnerischen Interesses. Ihre unverwechselbare Bildsprache entwickelt sie dabei in einem Zwischenraum von Abstraktion und Figuration.

Auch Paula Modersohn-Becker beschäftigte sich in ihrer Malerei intensiv mit dem menschlichen Körper und der eigenen Selbstdarstellung. So lädt eine Präsentation von Aktdarstellungen aus der Sammlung des Paula Modersohn-Becker Museums zum direkten Vergleich mit der österreichischen Künstlerin ein. Die beiden gehörten verschiedenen Künstlerinnengenerationen an, aber gerade hier lohnt es sich nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden zu fragen und so den Entwicklungslinien der Kunstgeschichte nachzuspüren.

Nach einem Rundgang durch die aktuelle Ausstellung, die das Werk von Maria Lassnig mit einem Fokus auf frühe und späte Arbeiten aus der Sammlung des Kunstsammlers Helmut Klewan widerspiegelt, liegt der Schwerpunkt der Vertiefung bei Kaffee und Gebäck im Vergleich auf den Körperdarstellungen von Paula Modersohn-Becker.

12,- € inkl. Verpflegung
mit Donata Holz

Anmeldung bis zum 1.4.2020 erforderlich über das Anmeldeformular, per Mail unter info@museen-boettcherstrasse.de oder telefonisch unter 0421 33882-22

Kunstgespräch

Samstag, 4.4.2020, 15–16.30 Uhr

AUFGRUND DER AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN UND ZUR PRÄVENTION DER AUSBREITUNG DES CORONA-VIRUS (COVID-19) FÄLLT DIESE VERANSTALTUNGEN AUS!

Durchschnittlich gerade einmal acht Sekunden nehmen sich Besucherinnen und Besucher eines Museums Zeit bei der Betrachtung eines Kunstwerks. Das wollen wir an diesem Tag ändern!

Die Initiative des »Slow Art Days« ruft dazu auf, sich intensiv der Betrachtung eines einzelnen Kunstwerks zu widmen. Weltweit finden in Museen und Galerien an diesem Tag hierzu spezielle Veranstaltungen statt. So hat die Kunstvermittlerin Anne Beel drei Kunstwerke - eines von Maria Lassnig, eines von Paula Modersohn-Becker und eines aus der Sammlung des Ludwig Roselius Museums - für die Betrachtung und das anschließende Gespräch in den Museen Böttcherstraße ausgewählt.

Lassen Sie sich überraschen was passiert, wenn Sie sich ungewohnt lange einem Kunstwerk widmen und kommen Sie mit den anderen Teilnehmenden in den Austausch über Beobachtungen und Assoziationen.

12,- € inkl. Eintritt

Öffentliche Führung

Sonntag, 5.4.2020, 11.30–12.30 Uhr

AUFGRUND DER AKTUELLEN ENTWICKLUNGEN UND ZUR PRÄVENTION DER AUSBREITUNG DES CORONA-VIRUS (COVID-19) FÄLLT DIESE VERANSTALTUNGEN AUS!

Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen aus Österreich des 20. und 21. Jahrhundert. Ihre Kunst scheint sperrig, schwer zugänglich. Doch diese Führung offenbart den Humor und die Sensibilität, mit denen Maria Lassnig durchweg ihre Kunstwerke gemalt hat.

Das Thema ihrer Kunst in mehr als 50 Schaffensjahren ist ihr eigener Körper, das Bewusstsein und das Gefühl des Augenblicks. Entstanden sind sogenannte »body awareness paintings« - Körperbewusstseinsbilder, in denen die eigensinnige Künstlerin einen ganz eigenen Weg zwischen Figuration und Abstraktion gefunden hat.

3,- zzgl. Eintritt
mit Detlef Stein

 

Partner

  • Sparkasse Bremen

Förderer

  • ÖVB - Öffentliche Versicherungen Bremen
  • Waldemar Koch Stiftung

Medienpartner

  • Weser-Kurier
  • Radio Bremen 2