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Körper.Gefühl - Maria Lassnig

Körper.Gefühl - Maria Lassnig
aus der Sammlung Klewan

22.2. ‐ 7.6.2020

»Ein Körpergefühl in plastische oder grafische Sprache zu übersetzen, ist nicht leicht, seine Ausbreitung auf bestimmte Grenzen und Formen beschränken zu wollen, ist ein Willkürakt, der seine Berechtigung nur in seiner jeweiligen Intensität, Originalität und Auswahl hat.«

- Maria Lassnig

Maria Lassnig hat die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Österreich maßgeblich geprägt  ̶ und doch gelang ihr der Durchbruch erst relativ spät. Grund dafür mag sein, dass die Bilder von Maria Lassnig auf den ersten Blick eher schwer zugänglich erscheinen. Nicht umsonst sagte sie selbst einmal, ihre Bilder sollten »lieber penetrant, als elegant« sein: massive Körper, riesige Körperöffnungen oder einzelne Körperteile. Erst bei näherer Beschäftigung eröffnen sich der Witz und die große Sensibilität in ihren Kunstwerken. »Körpergefühlsfarben« und »body awareness painting« sind Begriffe, die sie selbst zur Beschreibung ihrer Kunstwerke nutzte. Der rote Faden durch mehr als 50 Schaffensjahre ist die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, mit seinen Gefühlen und seinem Bewusstsein.

Einer der ersten, der Maria Lassnigs Kunst gesammelt hat, war der Münchner Helmut Klewan. Er lernte die Künstlerin 1976 kennen und präsentierte schließlich 1981 die erste von vielen Einzelausstellungen in seiner damaligen Münchner Galerie  ̶ zu einer Zeit, in der Maria Lassnig zwar in der Kunstszene bekannt, jedoch für den Kunstmarkt uninteressant war. Dies war der Beginn einer sowohl professionellen aber auch privaten Beziehung, die bis zu ihrem Lebensende 2014 andauerte und in einer umfassenden Sammlung von Zeichnungen, Aquarellen und Gemälden resultierte. 70 dieser Kunstwerke werden nun in der ersten monographischen Ausstellung Maria Lassnigs in Bremen ausgestellt. Neben den Bildern aus allen Schaffensphasen der Malerin werden dort auch kurze Filme gezeigt, in denen der Sammler Helmut Klewan selbst über Maria Lassnig, seine Sicht auf ihre Kunst und die Kunstwerke spricht. Darüber öffnet sich ein wertvoller Zugang zur außergewöhnlichen Kunst von Maria Lassnig, in ihre Körper- und Gefühlswelt.

 

Video-Ausschnitt aus Interview mit Helmut Klewan anlässlich der Ausstellung
»Körper.Gefühl - Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan«


Eine Produktion von Mila Zhluktenko und Charlotte Funke und den Museen Böttcherstraße in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Film und Fernsehen München, 2020.

 

Öffentliche Führung

Sonntag, 1.3.2020, 11.30–12.30 Uhr

Maria Lassnig zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen aus Österreich des 20. und 21. Jahrhundert. Ihre Kunst scheint sperrig, schwer zugänglich. Doch diese Führung offenbart den Humor und die Sensibilität, mit denen Maria Lassnig durchweg ihre Kunstwerke gemalt hat.

Das Thema ihrer Kunst in mehr als 50 Schaffensjahren ist ihr eigener Körper, das Bewusstsein und das Gefühl des Augenblicks. Entstanden sind sogenannte »body awareness paintings« - Körperbewusstseinsbilder, in denen die eigensinnige Künstlerin einen ganz eigenen Weg zwischen Figuration und Abstraktion gefunden hat.

3,- zzgl. Eintritt
mit Carla Johanna Frese

 

Kurzführung

Dienstag, 3.3.2020, 17–17.30 Uhr

Feierabend und Lust auf einen „Happen” Kunst?

Bei den Kurzführungen konzentriert sich der halbstündige Rundgang auf ein Thema. Bis zum 7. Juni 2020 werden verschiedene Aspekte aus der aktuellen Sonderausstellung »Körper.Gefühl - Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan« fokussiert. Erfahren Sie in nur 30 Minuten mehr über die originären Kunstwerke der österreichischen Künstlerin, die sich während ihrer gesamten Schaffensjahre mit dem Körper, seinem Bewusstsein und dem Gefühl des Augenblicks beschäftigt hat.

Die Teilnahme ist kostenlos zzgl. Eintritt.

mit Linda Günther

Kunstfrühstück

Freitag, 6.3.2020, 11.30–13 Uhr

Die Ausstellung Körper.Gefühl – Maria Lassnig aus der Sammlung Klewan präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde der bedeutenden österreichischen Künstlerin. Der eigene Körper, seine Grenzen und Gefühle stehen dabei im Zentrum ihres malerischen und zeichnerischen Interesses. Ihre unverwechselbare Bildsprache entwickelt sie dabei in einem Zwischenraum von Abstraktion und Figuration. Entscheidende Anregungen für diese Bildfindungen erhält sie aus der Kunstrichtung des Informel, welche sie zusammen mit Arnulf Rainer als Vorreiterin 1951 von Paris nach Österreich gebracht hat. Doch ein wichtiger Unterschied zu anderen Künstlern und Künstlerinnen des Informel, die mit gestischer Malerei und vollkommener Formoffenheit arbeiten, liegt bei ihr in der Anlehnung an den menschlichen Körper.

Nach einem Rundgang durch die aktuelle Ausstellung, die das Werk der Künstlerin mit einem Schwerpunkt auf frühe und späte Arbeiten aus der Sammlung des Kunstsammlers Helmut Klewan widerspiegelt, liegt der Fokus der Vertiefung bei Kaffee und Gebäck auf der Kunstrichtung des Informel.

12,- € inkl. Verpflegung
mit Donata Holz

Anmeldung bis zum 4.3.2020 erforderlich über das Anmeldeformular, per Mail unter info@museen-boettcherstrasse.de oder telefonisch unter 0421 33882-22

Partner

  • Sparkasse Bremen

Förderer

  • ÖVB - Öffentliche Versicherungen Bremen
  • Waldemar Koch Stiftung

Medienpartner

  • Weser-Kurier
  • Radio Bremen 2