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Luigi Colani und der Jugendstil

Luigi Colani und der Jugendstil
Natur Mensch Design

13.2. ‐ 19.6.2022

Einer großen Vielfalt an Produkten und Entwürfen des deutschen Designers Luigi Colani (1928-2019) stehen Objekte des exzentrisch-floralen Jugendstils in der Sonderausstellung „Luigi Colani und der Jugendstil. Natur Mensch Design“ im Paula Modersohn-Becker Museum gegenüber. Diese überraschende Kombination klärt sich mit dem Wissen auf, dass Colani mit dem Jugendstil mehrere Aspekte verband: Nicht nur, dass sowohl Hauptvertreter des Jugendstils wie Hector Guimard oder Henry van de Velde als auch Luigi Colani die Grenzen zwischen Kunst und Design auflösten; auch das übergeordnete Ziel, das hinter den geschwungenen Formen und der Verneinung von Ecken und Kanten stand, erlaubt es, eine klare Linie vom Jugendstil um 1900 zu Luigi Colani in den 1970er Jahren zu ziehen: Die Überzeugung, dass die Antwort der Gestaltung auf den technischen und industriellen Fortschritt nur in der Natur liegen kann. Und genau dieses übergeordnete Ziel macht den Jugendstil, Colanis Design und seine Visionen für die Zukunft des Menschen aktueller denn je.

10,- Euo/6,- Euro ermäßigt

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Die Objekte von Luigi Colani in der Ausstellung stammen aus der Sammlung POPDOM. Die Ausstellung und der Katalog wurden vom Bröhan-Museum, Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco und Funktionalismus Berlin, konzipiert.

Design-Gespräch

Donnerstag, 19.5.2022, 18.30–19.30 Uhr

Nicht nur als Mensch, auch als Designer provozierte Luigi Colani. Seine an der organischen Form orientierte Formensprache stand im Kontrast zur reduzierten und rechtwinkligen Formgebung des Bauhauses, dessen Abgesang „das Bauhaus ist out“ – er verkündete. Überzeugt von seinen Ideen und Designlösungen zeigte er sich in Verhandlungen mit Herstellern wenig kompromissbereit. Obwohl er zwischenzeitlich eine Ehrenprofessur an der Hochschule für Künste in Bremen hatte, blieb sein einmal angedachtes Colani-Design-Museum in Bremerhaven ein Traum. Luigi Colanis Design wird auch von der heutigen Designgeneration durchaus kritisch betrachtet. Warum ist das so? Im Gespräch zwischen Dr. Frank Schmidt, dem Direktor der Museen Böttcherstraße, Dr. Julia Bulk, der Direktorin des Wilhelm Wagenfeld Hauses und Prof. Dr. Annette Geiger von der Hochschule für Künste in Bremen steht Luigi Colanis Rolle als „enfant terrible“ des Designs im Mittelpunkt. So sollen Bezüge und Gegensätze zu anderen Designstandpunkten herausgearbeitet werden, um einen kritischen Blick auf das Werk des 2019 verstorbenen Colani zu ermöglichen.

mit Prof. Dr. Annette Geiger (Hochschule für Künste, Bremen), Dr. Julia Bulk (Leiterin des Wilhelm-Wagenfeld-Hauses, Bremen) und Dr. Frank Schmidt (Direktor der Museen Böttcherstraße, Bremen)

5,- Euro
Tickets im Online Shop oder an der Tageskasse erhältlich erhältlich

Öffentliche Führung

Sonntag, 22.5.2022, 11.30–12.30 Uhr

In diesem geführten Rundgang lernen die Besucher*innen die Sonderausstellung »Luigi Colani und der Jugendstil. Natur Mensch Design« kennen. In den sechs Ausstellungsräumen wird das vielseitige Schaffen und die Gedankenwelt des deutschen Designers sowie die Verwandtschaft von Colanis Formensprache und Ideen zum expressionistisch-floralen Jugendstil vorgestellt.

3,- Euro zzgl. Eintritt

Tickets an der Tageskasse

Sonderführung

Dienstag, 24.5.2022, 17–18 Uhr

1971 veröffentliche Luigi Colani ein Manifest, das Ylem. Auf 120 Blättern hielt er darin seine Visionen von einem Leben in der Zukunft fest. Wie wohnen wir? Wie arbeiten wir? Und wie bewegen wir uns fort?

Vor allem seine damaligen Entwürfe für ein elektronisch angetriebenes Kleinstadtauto und das Verkehrssystem URBI sind angesichts der heutigen Diskussionen um Verkehrswende und Klimawandel hochaktuell. Der Rundgang beschäftigt sich mit dem Manifest und seiner Bedeutung im Gesamtwerk von Luigi Colani.

Kosten: 3,- Euro zzgl. Eintritt

Tickets im Online-Shop oder im VVK bzw. Tageskasse im Paula Modersohn-Becker Museum

Für Teilnehmende der Führung ist der Eintritt zur Podiumsdiskussion „Urbane Mobilität der Zukunft“ am gleichen Abend im Haus der Bürgerschaft frei.