

Der Film We’ll do it again! und die Fotografien von Esther Haase aus dem Jahr 2011 hängen zwischen Gemälden aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Warum?
Einen Dialog zwischen alten Meisterwerken und Gegenwartskunst herzustellen, ist eine Leitidee der Museen Böttcherstraße. Vis-à-vis stehen sich Altes und Neues, Vertrautes, aber auch Fremdes und Widersprüchliches gegenüber.
Auf der großformatigen, Gold gerahmten Fotografie Ali und Marlene III sind im Hintergrund Kunstwerke aus dem Ausstellungsraum zu sehen, in dem das Foto hängt. Tatsächlich sind dieses und die anderen Bilder während eines Fotoshootings im Ludwig Roselius Museum entstanden. Für einen Tag haben die Fotografin Esther Haase, ihr Team und beide Modelle das Museum wie eine Bühne benutzt. Esther Haase – als Modefotografin international bekannt – nutzt Requisiten, die die Szenerie der Vergangenheit mit der Gegenwart gleichermaßen verfremden und verknüpfen. Die historische Kulisse des Ludwig Roselius Museums wird zum Schauplatz für eine neue Interpretation barocker Lebenslust.
Was eben noch als vermeintlich altbekannt galt, wirkt nun aufregend, doppelbödig, wenn die Kunst der Jetztzeit auf die Kunst von Einst trifft.